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Franziskus und Papst und Kirche

 Im 12. Jh. gründeten sich verschiedene Gruppen, um wie die Apostel arm und pilgernd zu leben: z.B. Katarer, Waldenser, Humiliaten.
Sie gerieten durch ihre radikale und kompromisslose Auffassung in Konflikt mit der Kirche. Die Folge war, dass sie sich entweder von der Kirche lossagten oder vom Papst exkommuniziert wurden.

 Franziskus (1181/82 ? 1226) erkannte für sich, arm, offen und pilgernd, fest auf Gott vertrauend zu leben. Er erkannte, dass die Kirche und die Würdenträger dieser Zeit in Prunk und verschwenderisch lebten. Durch seinen persönlichen Lebensstil übte er Kritik und provozierte auch. Doch nie forderte er ? wie die anderen Armutsbewegungen ? auf, dass Papst, Bischöfe, Priester und einfache Gläubige, ihren Lebensstil ändern sollten. Und es war ihm ein großes Anliegen:

·      in der Kirche zu leben,

·      ein Teil dieser großen Glaubensgemeinschaft zu sein,

·      Papst, Bischöfe und Priester aufgrund ihrer Weihe und ihres Auftrages in der Kirche anzuerkennen, ihnen in Ehrfurcht zu begegnen und ihnen Gehorsam zu schulden.

  ?Alle Brüder sollen katholisch sein, katholisch leben und reden.? Nichtbullierter Regel 19, 1)

 ?Als nun der Mann Gottes nach Rom kam, wurde er vom Herrn Papst Honorius und allen Kardinälen mit großer Ehrerbietung aufgenommen. ? Er predigte beherzt und begeisternd vor Papst und Kardinälen, schöpfend aus der Fülle, was immer ihm der Heilige Geist eingab. ?Nach dem Franziskus seine Predigt beendet und mit dem Herrn Papst einige vertrauliche Worte gewechselt hatte, richtet er schließlich folgende Bitte an ihn: ?Zu einer großen Majestät wird armen und verachteten Leuten, wie ihr wisst, Herr, nicht leicht der Zutritt gewährt. Ihr haltet ja den Erdkreis in Händen, und die Beschäftigung mit so großen Dingen lässt nicht zu, dass Ihr den Geringsten Eure Aufmerksamkeit zuwendet. Daher bitte ich Eure Heiligkeit, Herr, uns diesen Herrn von Ostia als Stellvertreter des Papstes zuzugestehen, damit, unter steter Wahrung der Würde Eures Vorranges, die Brüder in Zeiten der Not sich an ihn wenden können und von ihm sowohl Wohltat der Verteidigung als auch der Leitung empfangen.? ? In den Augen des Papstes fand die so heilige Bitte Wohlgefallen und bald stellte er, wie der Mann Gottes es erbeten hatte, den Herrn Hugo, der damals Bischof von Ostia war, über den Orden.? (1Celano 17)

  ?Einmal kam der heilige Franziskus nach Imola, ?, stellte sich dem Bischof der Diözese vor und bat ihn um die Erlaubnis zum Predigen. Der Bischof sprach zu ihm: ?Es genügt, Bruder, dass ich meinen Volke predige.? Franziskus senkte sein Haupt und ging demütig hinaus. Doch nach einer knappen Stunde trat er wieder ein. Da fragte ihn der Bischof: ?Was willst du denn, Bruder? Hast du schon wieder einen Wunsch?? Ihm entgegnete der selige Franziskus: ?Herr, wenn ein Vater seinen Sohn durch die Tür hinaustreibt, muss er durch eine andere wieder eintreten.? Durch diese Demut besiegt, schloss der Bischof den Heiligen freudig in die seine Arme und sprach: ?Du und alle deine Brüder sollen in Zukunft in meinen Bistum allgemeine Erlaubnis zum Predigen haben; denn die heilige Demut hat diese verdient.? (2Celano 108)

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